Spielberichte

Über 300 Hüttenberger feiern Derby-Sieg gegen Großwallstadt

Über 300 Hüttenberger feiern Derby-Sieg gegen Großwallstadt

Im vom TV Großwallstadt ausgerufenen „Spiel des Jahres“ konnte der TV 05/07 Hüttenberg das Traditionsderby mit 32:27 (19:14) für sich entscheiden. Dabei konnten die „Hüttenberger Jungs“ auch auf den in großer Zahl mitgereisten Anhang vertrauen, die nahezu eine Heimspiel-Atmosphäre geschaffen haben.

Wie eine Wand bauten sich die über 300 angereisten TVH-Fans bereits zu Spielbeginn hinter dem Hüttenberger Tor auf. Mit vier Bussen und zahlreichen PKW war man aus Mittelhessen in die Main-Metropole gereist, um ein „19. Heimspiel“ zu erleben. Unterstützt von tatkräftigen Trommlern und bewaffnet mit zahlreichen Klatschpappen lieferten sich die Fanlager von Hüttenberg und Großwallstadt ein weiteres Duell fernab des Feldes um die Stimmungskrone und schafften so eine angemessene Atmosphäre für das Derby.

Die Vorzeichen vor dem Spiel waren jedoch gemischt. Die vorangegangenen zwei Partien konnte der TVG für sich entscheiden, letztmals gewannen die Hüttenberger das Traditionsduell im Mai 2023. Andererseits reiste der TV Hüttenberg auf einem geteilten zweiten Tabellenplatz nach Frankfurt, wo die Hausherren den Ausfall von Nils Kretschmer (Dopingvorwürfe) verkraften mussten.

Hüttenberg startet fulminant in die Partie

Die Mittelhessen erwischten dabei einen wahren Sahnestart. Gestützt durch zwei frühe Paraden von TVH-Torhüter Yahav Shamir, der bereits früh den Rückhalt der in seinem Rücken sitzenden TVH-Fans spüren und nutzen konnte, warfen sich die Hüttenberger Jungs schnell zu einer 5:2 Führung. Mann der Stunde zum Spielbeginn: Leif Haack, der nach freiem Belieben aus dem Rückraum vier der ersten fünf TVH-Tore beisteuerte. Nach zwei weiteren Ballverlusten der Hausherren und einem Arbeitstor von Vit Reichl, der sich auf der linken Feldhälfte gegen zwei Verteidiger durchsetzte und sicher einnetzte, zwangen die Hüttenberger TVG-Trainer André Lohrbach zur ersten Auszeit (3:9/10‘)

Diese sollte zunächst auch fruchten. Großwallstadt fand, auch durch einen Torwartwechsel, zurück in die Partie und der TVH verlor seine anfänglich erspielte Leichtigkeit und leistete sich zunehmend technische Fehler und fand auch nicht mehr den Weg zum Tor. Hüttenberg wechselte ebenfalls den Torwart, doch Simon Böhne konnte beim Großwallstädter Anschlusstreffer aus dem linken Rückraum (Schauer, 12:13, 21‘) bloß zuschauen. TVH-Coach Stefan Kneer fühlte sich zur Auszeit gezwungen, um seine Mannen zu beruhigen. „Plus eins – alles in Ordnung“, mahnte der Coach an und forderte mehr Konsequenz in der Abwehr.

Die Ansage sollte fruchten: Auch, wenn der erste Angriff aus der Auszeit erfolglos blieb, konnte Simon Böhne mit seiner Parade gegen Maximilian Horner, der auf der Halbrechten frei durchgebrochen war eine weitere Hochphase der Mittelhessen einleiten. Schnell kämpfte man sich sowohl im Torhüterduell, als auch im Angriff zurück auf eine 5-Tore Führung (12:17 durch Vit Reichl, 26‘), die man auch in die Halbzeit mitnehmen konnte. Dass man die Fehler der Gastgeber bestrafte, sollte im Rückblick auf das Spiel der entscheidende Faktor sein.

 

Mit Selbstbewusstsein auch in Halbzeit zwei Oberwasser behalten

Doch auch in der zweiten Halbzeit sollte es dem Derby nicht an Spannung fehlen. Die Gastgeber präsentierten sich mit einer neuen Angriffsvariante, mit der sie statt ihres Kreisläufers einen vierten Rückraumspieler einsetzten, der durch verschiedene Varianten das Hüttenberger Abwehrspiel auf die Probe stellte. Nachdem Großwallstadt 8 Minuten nach Wiederanpfiff mit 19:21 wieder an die Hüttenberger Jungs herankam, bat Stefan Kneer früh zum Timeout. Eine erneute Mahnung zur Ruhe und die Umstellung auf eine 6:0-Abwehrformation, die der TVH-Coach seit dieser Saison als Alternative zur traditionellen Hüttenberger 3:2:1 vermehrt einbrachte, sollte erneut Wirkung zeigen.

Leif Haack und Paul Ohl, die Kneer nach der Partie ausdrücklich für die zusätzlich übernommene Verantwortung lobte, setzten direkt weitere Ausrufezeichen und spätestens mit dem 20:26 (45‘) kam die gewünschte Ruhe in das Hüttenberger Spiel zurück. Der Jubel der mitgereisten Fans wurde immer lauter, als der Sieg näherkam. Paul Ohl von 9 Metern setzte schließlich den berühmten Deckel auf die Partie (26:31, 58‘) und Vit Reichl traf, untermalt vom Siegestrommel und leuchtenden Handytaschenlampen zum Endstand zum Hüttenberger 32:27 Sieg.

 

Kein Auswärtsspiel für die Hüttenberger Jungs

Auf die Frage im Interview nach dem Spiel, ob es sich wie ein Auswärtsspiel angefühlt habe, antwortet TVH-Außen Tristan Kirschner kurz und knapp: „Ne.“ Er führt aus: „Wir sind in Hüttenberg losgefahren, alles voll mit Fans, die später in die Halle gekommen sind und sofort Stimmung gemacht haben. Das macht natürlich richtig Spaß.“
Die Kneer-Schützlinge stürmten nach Spielende in Richtung ihres Fanblocks, wo sie, wie bereits so oft in dieser Saison, „Wir sind alle Hüttenberger Jungs“ skandierten. Ein Ruf, der sich im Laufe der Saison für viele zum Gefühl verwandelt hat und den aktuellen Höhenflug der Mittelhessen trägt. Das Familienfoto mit den Fans durfte nicht fehlen; Mit dabei – zumindest durch sein Trikot und im Herzen – auch TVH-Rückraumtalent Paul Kompenhans, der kurzfristig aus persönlichen Gründen ausfiel.

 

Stefan Kneer: Riesenkompliment an die Mannschaft

Im Rückblick auf das Spiel fasst TVH-Trainer Stefan Kneer zusammen: „Durch den Ausfall von Paul Kompenhans mussten wir ein wenig enger zusammenrücken. Wir kommen sehr, sehr gut in die Partie rein. Nach einer kleinen Schwächephase konnten wir uns dann in die Halbzeit retten. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein wenig Probleme mit den vier Rückraumspielern von Großwallstadt und auf der anderen Seite verwerfen wir dann auch zu viele freie Bälle. Immer wenn das Spiel zu kippen drohte, gab uns dann jedoch Großwallstadt immer einen leichten Ball, ob durch Fehlpass oder anderweitig. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen.“

 

TV Großwallstadt: Hanemann, Minerva; Salger (4), Klenk (2), Gempp, Eisenträger (6/5), Aukstakalnis (1), Schauer (5), Redkyn (1), Röller, Mohr, Horner (1), Buck (7), Zimmer.

TV 05/07 Hüttenberg: Shamir, Böhne; Schwarz, Kirschner (3/3), Theiß (4), Paul Ohl (5), Lasse Ohl, Zörb (1), Spandau, Rüdiger, Reichl (5), Haack (7), Klein (2), Schreiber (1), Kuntscher (4)

Schiedsrichter: Friedel / Hermann (Leipzig/Zschorlau) — Zuschauer: 4045 — Zeitstrafen (min) 8:10 — Siebenmeter: 5/5:3/3

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