Am 3. Spieltag steht für den TV 05/07 Hüttenberg ein Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast ist die HSG Nordhorn-Lingen, die zuletzt wegen finanzieller Probleme in die Zweitliga-Schlagzeilen geraten ist, trotz aller Unruhen aber mit zwei Siegen einen sportlich erfolgreichen Saisonstart hingelegt hat. Anwurf der Partie ist am Samstag um 18 Uhr.
Nachdem es bei der Pokalniederlage gegen Drittligist Longericher SC zunächst so aussah, als würden sich die wirtschaftlichen Turbulenzen rund um die HSG Nordhorn-Lingen auch auf die Mannschaftsleistung auswirken, konnte das Team von Trainer Mark Bult die ersten beiden Partien der neuen Zweitligasaison für sich entscheiden. Beim TuSEM Essen behielt die HSG mit 32:29 die Oberhand und auch gegen Aufsteiger Hamm hielt man sich beim ersten Heimauftritt mit einem souveränen 28:20 schadlos.
Und für die Nordhorner, die die Vorsaison auf einem guten sechsten Platz abschlossen, ist jeder Punktgewinn wichtig. Denn die finanzielle Schieflage hat auch Auswirkungen auf die neue Spielzeit nach sich gezogen, da der HSG am Ende der Saison ein Abzug von sechs Punkten bevorsteht. Zudem musste Trainer Bult die Abgänge wichtiger Leistungsträger wie Frieder Bandlow (HC Erlangen), Kristian van der Merwe (Bergischer HC) und Björn Zintel (TV Emsdetten) kompensieren. Ob der HSG dennoch eine starke Saison wie im Vorjahr gelingt, wird sich zeigen.
Besser als im Vorjahr abschneiden, möchte in jedem Fall der TV Hüttenberg, der mit dem elften Platz aus der Saison 25/26 zwar nicht gänzlich unzufrieden, aber eben auch nicht voll zufrieden war. Mit einem deutlichen 42:34 Heimsieg gegen Großwallstadt konnte man den Auftakt erfolgreich gestalten, musste aber unter der Woche mit dem Schlusspfiff eine bittere 31:32-Niederlage beim 1. VfL Potsdam einstecken.
Vor heimischem Publikum will man aber mit den Fans im Rücken zurück in die Erfolgsspur. Trainer Stefan Kneer sieht vor allem in der Kaderbreite einen Vorteil, den es am Samstag zu nutzen gilt:
„Nordhorn verfügt über sehr viel individuelle Qualität (…), aber ihnen fehlt ein bißchen die Breite im Kader. Sie spielen eine kompakte 6:0-Abwehr und vorne läuft viel über Tarek Marshall. Für uns wird es darum gehen, den Vorteil, den wir durch den etwas breiteren Kader haben, auszunutzen. Wir müssen die gleiche Emotionalität und Resilienz wie in den ersten beiden Spielen auf die Platte zu bringen und die einfachen Fehler abstellen. Schon das erste Heimspiel hat sehr viel Spaß gemacht und gemeinsam mit unseren Fans wollen wir den nächsten Heimsieg feiern.“
Personell kann der Chef-Coach auf die gleiche Aufstellung wie in Potsdam zurückgreifen. Ob den HüttenbergerJungs die Regeneration nach dem Mittwochspiel und der anschließenden langen Heimreise bis Samstag ausreichend gelingt, wird sich um 18 Uhr zeigen, wenn die Partie im Sportzentrum angepfiffen wird. Tickets gibt es wie immer online oder ab 16:30 Uhr an der Abendkasse.
Foto: Jenniver Rözcey





