Vorberichte

Heimspiel mit Oktoberfest

Heimspiel mit Oktoberfest

Der TV 05/07 Hüttenberg empfängt am Samstag den TSV Bayer Dormagen zum vierten Heimspiel der Saison. Gegen die Westfalen wollen die Kneer-Sieben ihre weiße Heimweste wahren und zuhause weiterhin ungeschlagen bleiben. Vor und nach der Partie heißt es am Samstag außerdem „O’zapft is“. Denn bereits ab 16:30 Uhr steigt das Oktoberfest im Foyer des Sportzentrums.

Und damit das frisch Gezapfte und die Leberkäs-Semmel nach dem Spiel noch besser schmeckt, wollen die #HüttenbergerJungs ihre Hausaufgaben machen und gegen Dormagen auch die Heimpunkte Sieben und Acht einfahren. Tabellarisch sind die Mittelhessen auf Rang Acht im Vergleich zum TSV auf Platz Fünfzehn in der Favoritenrolle. Das Team von Trainer Julian Bauer konnte bisher vier Punkte aus den ersten sechs Partien ergattern. Allerdings hatte es das Auftaktprogramm in sich: nach der Auftaktniederlage zuhause gegen den HC Elbflorenz folgte eine herbe 42:31-Pleite beim bislang heimstärksten Team der Liga VfL Lübeck-Schwartau, der nach starkem Saisonstart aktuell zu den Top-Teams gehört. Auch beim TuS N-Lübbecke gab es für die Rheinländer nichts zu holen, so dass die ersten Punkte am vierten Spieltag zuhause gegen den TuSEM Essen eingefahren wurden.

Dann folgte ein Paukenschlag: beim Aufstiegsaspiranten DHfK Leipzig gewannen die „Wiesel“ mit 27:26 und fügten dem Erstligaabsteiger damit die erste und bisher einzige Niederlage zu. Zu unterschätzen sind die Jungen Wilden aus Dormagen also keinesfalls, auch wenn es zuletzt wieder eine bittere 25:30-Heimniederlage gegen die Eulen aus Ludwigshafen setzte. Ähnlich wie der TVH setzt der TSV seit Jahren auf junge Nachwuchstalente und liegt beim HBL-Ausbildungsranking regelmäßig mit weitem Abstand auf dem ersten Platz. Aus der Kaderschmiede der Blau-Weißen stammen unter anderem Aron Seesing, der bei den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag ist und zu den deutschen Top-Talenten am Kreis gehört, sowie Sören Steinhaus (Rückraum Links), der beim Bergischen HC derzeit zweitbester Torschütze ist.

Ähnlich wie der TVH muss auch Dormagen als Ausbildungsverein daher regelmäßig die Abgänge von Leistungsträgern verkraften. So wechselte unter anderem Top-Torschütze Finn Schroven (Rückraum Rechts) vor der Saison nach Leipzig. Für ihn kam ein aus Hüttenberger Sicht interessanter Neuzugang: Jakob-Jannis Leun. Sein Vater ist in Hüttenberg bestens bekannt, denn Jakob ist einer der Zwillingssöhne von Dirk Leun, der beim TVH sowohl als Spieler als auch lange Zeit als Trainer im Frauen- bzw. Jugendbereich sowie bei den Männern aktiv und erfolgreich war. Sein zweiter Zwillingssohn spielt übrigens ebenfalls in der 2. Liga bei den Eulen aus Ludwigshafen.

Den Abgang ihres Leistungsträgers Paul Kompenhans zu kompensieren, gelingt den Blau-Weiß-Roten bisher ordentlich. Zwar wartet man auswärts weiter auf die ersten Punkte, dennoch zeigten Hendrik Schreiber & Co. auch beim starken HC Elbflorenz, dass in dieser Saison mit ihnen zu rechnen ist und sie mit jeder Mannschaft mithalten können. Personell stehen alle Spieler bis auf den langzeitverletzten Lasse Ohl zur Verfügung. Auch der zuletzt angeschlagene Georg Löwen sollte am Samstag mit von der Partie sein.

Dementsprechend überzeigt ist Trainer Stefan Kneer, dass seinem Team mit einer konzentrierten Leistung auch der nächste Heimsieg gelingen kann: „Dormagen bleibt seiner Struktur der letzten Jahre treu. Sie haben sehr viele junge Spieler, sehen sich auch als Ausbildungsverein. Mit Kreisläufer Christian Schmidt und Finn Schroven hatten sie zwei wichtige Abgänge auf zentralen Positionen. Sie kommen im Angriff hauptsächlich über 1:1-Aktionen, wovon wir und nicht zermürben lassen dürfen und dagegen gemeinsam als Gruppe verteidigen müssen. (…)In der Abwehr spielt Dormagen die 6:0-Abwehr etwas defensiver und kompakter als in den letzten Jahren. Dagegen müssen wir eine gute Mischung aus Spiel mit dem Kreis oder Würfen von hinten finden. (…) Wie in den letzten Heimspielen wollen wir es schaffen, Phasen, in denen es nicht läuft, so kurz wie möglich zu halten. Dann haben wir gesehen, was mit unseren Fans im Rücken möglich ist. Daher ist ganz klarer Auftrag, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Und wenn wir es schaffen, über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung abzurufen und jeder Spieler an sein Maximum kommt, bin ich überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden.“

Oktoberfest ab 16:30 Uhr

Anwurf der Partie ist im 18 Uhr. Bereits ab 16:30 Uhr gibt es im Foyer Leberkäs-Semmeln, Brezeln, Bierbeißer und frisch Gezapftes. Auch nach dem Spiel geht es weiter mit dem TVH-Oktoberfest, bei dem man dann hoffentlich auf zwei Punkte anstoßen kann.

Tickets für die Partie gibt es online oder ab 16:30 Uhr an der Abendkasse.

Foto: Jenniver Rözcey

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