Für den TV 05/07 Hüttenberg steht das zweite Saisonspiel an. Dazu müssen die Mittelhessen die weite Reise in die Hauptstadt antreten, wo am Mittwochabend der 1. VfL Potsdam wartet. Beide Teams sind mit Siegen in die neue Spielzeit gestartet.
Während jedoch der TVH nach einem wahren Torfestival gegen den TV Großwallstadt deutlich mit 42:34 die Oberhand behielt, machte es der VfL spannender und konnte sich nur knapp mit 31:30 beim HSC Coburg durchsetzen. Was diese Ergebnisse jedoch wirklich aussagen, wird sich erst im Laufe der Saison zeigen.
Trotzdem wollen Hendrik Schreiber & Co. den Schwung aus dem vor allem im Angriff starken ersten Spiel mitnehmen, um auch in Potsdam Zählbares einzufahren. Die Berliner, die die abgelaufene Saison auf einem guten vierten Platz abschlossen, zählen nach wie vor zu den Top-Teams der 2. Liga. Dabei setzen die „Adler“ ähnlich wie der TVH auf ambitionierte Nachwuchsspieler und profitieren dabei sowohl von ihrer Kooperation mit den Füchsen Berlin als auch der Doppelfunktion von Bob Hanning als Head of Sports der beiden Hauptstadtvereine und Trainer der italienischen Handball-Nationalmannschaft. So kommen auch in dieser Saison mit Felix Bernkop-Schnürch (Rückraum Mitte) und Clemens Möstl (RL), der sich allerdings bereits in der Vorbereitung im Rahmen eines Testspiels einen Kreuzbandriss zuzog und damit lange Zeit fehlen wird, zwei weitere Spieler per Leihe vom Erstligisten. Zudem befinden sich zahlreiche Spieler aus Italien in den Reihen des VfL. So zum Beispiel die beiden Neuzugänge Tommaso Romei (Kreisläufer, Bregenz Handball) und Giacomo Savini (Rückraum, Cassano Magnago HC) sowie Kapitän Davide Bulzamini.
Im ersten Spiel in Coburg wussten vor allem Linksaußen Marvin Siemer (11/5 Tore) sowie William Reichhardt im Rückraum (4 Tore, 6 Assists) zu überzeugen. Augenmerk müssen die #HüttenbergerJungs zudem auf Spielmacher Markus Mahr legen, der auf Rückraummitte die Fäden im Potsdamer Angriffsspiel zieht. Beim TVH ragte aus einer geschlossen starken Mannschaftsleistung im ersten Spiel vor allem David Kuntscher heraus, der mit seinen 16 Treffern aus nur 18 Versuchen und einem perfekten HPI von 100 maßgeblichen Anteil am Auftaktsieg hatte. Personell gibt es nur eine Änderung auf Seiten des TVHs: Georg Löwen wird nicht mit nach Potsdam reisen.
Auch Stefan Kneer weiß um die Stärken der talentierten Potsdamer Mannschaft: „Potsdam verfügt wie in den letzten Jahren über viele talentierte, interessante Spieler, die sich jedes Jahr weiterentwickeln. Sie haben ein klares System, machen sehr wenig Fehler und bleiben bei ihrem Plan. Dadurch machen sie es jedem Gegner schwer, gegen sie zu gewinnen. In der Abwehr kommen sie aus einer kompakten 6:0, die sie in unterschiedlichen Varianten – mal offensiv und mal defensiv – spielen. (…) Im Angriff verfügen sie über viele 1:1 aber auch wurfstarke Spieler und haben mit Tim Niclas Schröder einen sehr interessanten Kreisläufer, der viel Qualität besitzt. Dagegen müssen wir eine gute Mischung aus Härte und Kompaktheit finden. Wir reisen bereits am Dienstag an, damit wir uns am Mittwoch auf das Spiel vorbereiten und den Flow aus der ersten Partie mitnehmen können. Und dann wollen wir das Spiel in Potsdam gewinnen.“
Anwurf ist um 19:30 Uhr in der MBS-Arena. Wie gewohnt wird die Partie live auf Dyn Handball übertragen.





