Am Samstagabend steht für den TV 05/07 Hüttenberg die erste Pflichtspielaufgabe der Saison an. In der ersten Runde des DHB-Pokals trifft das Team von Trainer Stefan Kneer um 20 Uhr in der Kurt-App-Sporthalle auf Drittligist VfL Pfullingen.
Zwar geht der TVH als Vorjahresdritter der 2. Bundesliga als Favorit in die Partie gegen das Team von Trainer Fabian Gerstlauer, unterschätzen sollten die Hüttenberger Jungs die Gastgeber aus Pfullingen jedoch nicht. Diese beendeten die Vorsaison ebenfalls auf Platz Drei und zählen damit zu den Top-Teams der Staffel Süd der 3.Liga. Beste Werfer des VfL in der abgelaufenen Spielzeit waren Rückraum Links Niklas Roth mit 137 Treffern, gefolgt von Linksaußen und Siebenmeterschütze Christopher Rix (111/84) sowie Rückraum-Allrounder Lasse Schiemann (86/4).
Der TVH hat sich in den bisherigen Vorbereitungsspielen zwar ordentlich aber auch recht fehleranfällig präsentiert. Allerdings waren drei der fünf Gegner Erstligisten, gegen die besonders die jungen Spieler an der ein oder anderen Stelle Lehrgeld zahlen mussten. Gut integriert haben sich sowohl menschlich als auch spielerisch die Neuzugänge Torsten Anselm und Danil Dyatlov, von denen sich Trainer Stefan Kneer Tipps zum Gegner holen kann. Denn beide haben in der Vorsaison mit ihren Vereinen ebenfalls in der Staffel Süd der 3. Liga gespielt und kennen den VfL daher gut.
Personell kann der TVH weitestgehend aus dem Vollen schöpfen, muss aber auf einen Rückraumakteur und einen Neuzugang verzichten. Paul Ohl fehlt wegen einer Gehirnerschütterung, die er sich beim Linden Cup im Spiel gegen Leipzig zugezogen hat. Zudem kämpft Neuzugang Leon Stehl mit der U19-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Ägypten am Sonntag im Finale gegen Spanien noch um die Goldmedaille. Für ihn rückt wie schon in den bisherigen Vorbereitungsspielen Felix Theiß aus dem Perspektivkader ins Team, um mit Tim Rüdiger die Rechtsaußenposition zu besetzen.
Das sagt der Trainer
Stefan Kneer: „Pfullingen hat körperlich sehr starke Kreisläufer und spielt etwas untypisch ohne Linkshänder im Rückraum. Sie haben ansonsten eher kleinere Spieler, die das 1:1 suchen. Gegen die müssen wir kompakt stehen und vielleicht etwas defensiver als sonst agieren. In der Abwehr spielen sie verschiedene Systeme, teils sehr defensiv, teils eher offensiv. Dagegen müssen wir im Angriff die Ruhe bewahren, die Räume gut anlaufen und konsequent zum Tor gehen. Wie haben in der Vorbereitung gut gearbeitet, sind jetzt vielleicht auch wieder etwas frischer als noch beim Linden Cup und werden das Spiel sehr seriös angehen. Wir wissen um die schwere der Aufgabe. In Pfullingen erwartet uns eine enge, laute Halle, aber dennoch bin ich mir sicher, wenn wir es schaffen in den Wettkampfmodus und unser Spiel aufzuziehen, werden wir das Spiel auch gewinnen.“
Foto: Jenniver Rözcey