Im drittletzten Spiel der Saison muss der TV 05/07 Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga bereits am Donnerstag ran. Am 32. Spieltag sind die Mittelhessen bei der formstarken HSG Nordhorn-Lingen zu Gast, die aus den letzten fünf Spielen vier Mal als Sieger hervorging und auf einem sicheren sechsten Tabellenplatz steht.
Mit sechs Punkten Vorsprung auf Rang Sieben kann es für die HSG in den letzten drei Spielen, wenn nur noch weiter nach oben gehen. Nach dem Heimspiel gegen den TVH stehen noch die sicher nicht einfachen Duelle gegen die beiden Abstiegskandidaten Krefeld und Essen auf dem Programm, die alles geben werden, den drohenden Gang in die Drittklassigkeit zu verhindern. In den vergangenen drei Partien gegen Schlusslicht Oppenweiler, Ludwigshafen und Ferndorf hielt sich das Team von Trainer Mark Bult jedoch schadlos und konnte die maximale Punktausbeute einfahren. Somit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich der Vorjahres-Siebte am Ende der Saison 25/26 im Vergleich zur vorangegangenen Spielzeit noch steigern wird.
Stärkster Akteur auf Seiten der HSG ist im Angriff Frieder Bandlow im rechten Rückraum, der mit 179 Treffern derzeit zweitbester Torschütze der Liga ist und zudem mit 94 Assists auch zu den besten Vorlagengebern gehört. Ihm folgen im internen Ranking Rechtsaußen Maximilian Lux und Tarek Marshall auf Halblinks. Auf der Spielmacherposition zieht zudem ein in Hüttenberg nicht Unbekannter die Fäden. Der quirlige Björn Zintel bildet dort das Gespann zusammen mit dem erst 21-jährigen Isländer Elmar Erlingsson. Ebenfalls zu den besten der Liga gehört der dänische Torhüter Kristian van der Merwe, der seit Jahren eine feste Größe in der 2. Handball-Bundesliga ist.
Der Kader der HSG kann sich somit sehen lassen. Kein Wunder also, dass die Nordhorn-Lingener zu einer festen Größe im oberen Liga-Drittel gehören. Dahin wollte nach der überragenden Vorsaison eigentlich auch der TV Hüttenberg, der nach einer durchwachsenen Saison derzeit auf Rang Elf festsitzt. Neben der schon in der vorangegangenen Spielzeit bestehenden Auswärtsschwäche – auch 25/26 konnte man bislang nur fünf Siege aus fünfzehn Partien in der Fremde mitnehmen – war auch das heimische Sportzentrum nicht mehr die uneinnehmbare Festung wie im Vorjahr. Zu inkonstant waren die Leistungen der #HüttenbergerJungs, besonders im Angriff. Auch im Hinspiel gegen Nordhorn hatte man zuhause mit 25:28 das Nachsehen, vor allem da man zu viele gute Chancen liegen ließ.
Zuletzt gegen Elbflorenz legte das Team von Trainer Stefan Kneer jedoch einen starken Auftritt hin und konnte sich beim 29:28-Heimsieg insbesondere auf Schlussmann Yahav Shamir verlassen. An diese engagierte Leistung gilt es am Donnerstag in Nordhorn anzuknüpfen, dann ist ein Auswärtserfolg wie kürzlich in Dessau durchaus möglich.
Nicht dabei sein werden die beiden Kreisläufer Vit Reichl und Lasse Ohl, so dass Routinier Moritz Zörb in seinem vorletzten Spiel für den TVH noch einmal richtig gefordert ist. Anwurf de Partie ist um 19 Uhr im Euregium Nordhorn. Wie immer wird die Partie außerdem live auf Dyn Handball übertragen.
Das sagt der Trainer
Stefan Kneer: „Wir haben noch drei Spiele und möchten diese alle gewinnen. Nordhorn verfügt im Angriff über sehr schnelle, 1:1-starke Spieler mit hohem Spielverständnis. Dagegen müssen wir clever verteidigen und die Räume schließen und eine gute Mischung finden, wie wir das schon gegen Dresden gemacht haben. In der Abwehr spielen sie eine sehr defensive, kompakte 6:0-Abwehr und haben mit Kristian van der Merwe einen der besten Torhüter der Liga. Sie provozieren immer wieder Würfe aus dem Rückraum. Hier müssen wir ruhig bleiben und unsere Angriffe mit guten 1:1-Aktionen vorbereiten (…). Ähnlich wie im letzten Spiel müssen wir uns gute Chancen und Abschlüsse aus dem Nahbereich kreieren (…) und dann fahren wir am Donnerstag nach Nordhorn, um das Spiel zu gewinnen.“
Foto: Jenniver Röczey
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