Der TV 05/07 Hüttenberg gewinnt auch das zweite Heimspiel der neuen Saison. Gegen die bis dahin ungeschlagene HSG Nordhorn-Lingen sieht es jedoch lange danach aus, als hätten die Kneer-Sieben das Nachsehen. Erst im Schlussspurt ziehen die Mittelhessen doch noch an den Gästen vorbei und können sich am Ende über einen 31:28-Heimsieg freuen.
Die Anfangsphase gestaltete sich hektisch. Beide Mannschaften leisteten sich technische Fehler und vor allem Fehlwürfe, wodurch die 1.090 Zuschauer im Hüttenberger Sportzentrum dreieinhalb Minuten auf den ersten Tagestreffer durch Vit Reichl warten mussten. Zwar übernahmen die Hausherren zunächst das Kommando, gingen zwischenzeitlich durch ein Tor von David Kuntscher mit 5:2 in Führung (9‘), doch eine siebenminütige Torflaute nutzte die HSG, um das Spiel zu drehen und auf 7:5 zu stellen. Die #HüttenbergerJungs hatten im Angriff große Mühe gegen das Nordhorner Abwehrbollwerk und vor allem einen bärenstarken Kacper Ligarzewski im Tor der Gäste und konnten sich ihrerseits bei Schlussmann Yahav Shamir bedanken, dass die Gäste beim 10:6 nicht noch weiter davonzogen. Stattdessen verkürzte der TVH bis zur Pause wieder auf 12:13, so dass alles offen war für Durchgang Zwei.
Einer torarmen ersten Hälfte folgten rasante erste Minuten nach Wiederanpfiff: fünfzehn Treffer fielen in den ersten zehn Minuten, so dass David Kuntscher in der 41. Minute nach zwischenzeitlichem drei-Tore-Rückstand für den TVH wieder den 20:21 Anschluss markiert hatte. Doch seine Mannschaft lief weiter diesem Rückstand hinterher. Zwar nutzte man des öfteren das durch das 7:6 verwaiste Tor der Gäste zu einfachen Treffern und gleich vier Mal hatte man die Chance zu egalisieren. Doch der Ausgleichstreffer wollte zunächst nicht fallen. Erst sieben Minuten vor dem Ende sorgte der in der Crunch-Time starke Danil Dyatlov per Doppelschlag für das erlösende 25:25. Auch die Zuschauer spürten, dass ihre Jungs nun die volle Unterstützung von den Rängen benötigten und erhoben sich bereits fünf Minuten vor dem Ende von ihren Plätzen. Zwar gelang Nordhorn noch einmal die Führung, doch vier TVH-Treffer in Folge zum 29:26 (58‘) brachten schließlich die Vorentscheidung.
Auch Trainer Stefan Kneer zeigte sich im Anschluss stolz auf die Leistung seiner Mannschaft, der angesichts der kräftezehrenden Auswärtsaufgabe am vergangenen Mittwoch in Potsdam nur eine kurze Vorbereitung auf die Partie gegen Nordhorn geblieben war: „In den ersten Minuten hat uns ein bißchen die Emotionalität gefehlt, aber was uns in den letzten Spielen und schon in der Vorbereitung ausgezeichnet hat ist: wir bleiben bei uns, machen weiter und glauben an unseren Plan. Von fünf technischen Fehlern in der ersten Halbzeit machen wir in der zweiten nur noch drei, und unsere Wurfquote wird ein bißchen besser (…) Alles in allem sind wir resilienter geworden als in der letzten Saison und mir war es egal, wie wir heute gewinnen. Genau das hat die Mannschaft gezeigt, und darauf bin ich sehr stolz.“
TVH: Böhne (1 P. /14 %), Shamir (12 P. /35 %) – Schwarz (2), Sehnke, P.Ohl (3), Spandau (2), Rüdiger (5), Reichl (4), Haack (2), Gümbel, Weimer, Anselm (3), Dyatlov (5), Schreiber (1), Kuntscher (4/2)
HSG: Ligarzewski (21 P. /45 %), Tschentscher – Wilhelm (3), Gentzel (6), van Berlo (2), Els, Lux (4/2), Marschall (1), Hüter (2), Hoogland, Ruddat (5), Rajkovic, Thiel, Erlingsson (3/1), Duvancic (2), Lingers,
Schiedsrichterinnen: Odabas /van Os - Zuschauer: 1.090 - Zeitstrafen in Min. (TVH: HSG): 2:6 - rote Karten: -
Foto: Jenniver Rözcey





