Der TV 05/07 Hüttenberg hat sein Heimspiel gegen den Tabellendritten HC Elbflorenz gewonnen. In einer engen Partie behielten die Kneer-Schützlinge am Ende die Oberhand und setzten sich gegen den Favoriten aus Dresden mit 29:28 (13:13) durch. Vor allem Yahav Shamir im Tor der Hüttenberger war mit vierzehn Paraden einer der Garanten für den Heimsieg.
Der TVH erwischte einen Start nach Maß. Dabei war es besonders David Kuntscher, der sich in der Anfangsphase in Torlaune präsentierte und drei der vier ersten Treffer für die Mittelhessen besorgte. Zudem war auch Yahav Shamir im TVH-Gehäuse von Anfang an hellwach und trug mit zahlreichen Paraden darunter auch ein Siebenmeter maßgeblich dazu bei, dass der TVH nach acht Minuten durch einen Treffer von Spielmacher Paul Kompenhans mit 6:2 in Führung lag. Dann jedoch schien der HC zu erwachen. Trainer André Haber brachte den siebten Feldspieler und binnen vier Minuten hatten die Gäste durch einen 4:0-Lauf ausgeglichen. Zwei Mal noch konnten sich die Hausherren in einer ansonsten ausgeglichenen ersten Halbzeit leicht absetzen, doch Dresden hatte stets eine Antwort parat und so ging es mit einem 13:13 in die Kabinen.
Auch der zweite Durchgang blieb nichts für schwache Nerven. Die Führung wechselte hin und her und keinem Team gelang es, sich entscheidend abzusetzen, vor allem da beide Schlussmänner – Yahav Shamir auf Seiten des TVHs und Marino Mallwitz im Gehäuse der Gäste – immer wieder aussichtsreiche Chancen parieren konnten.
Beim 21:24 durch den in der kommenden Saison zur HSG Wetzlar wechselnden Doruk Pehlivan hatte sich der HC zwölf Minuten vor Schluss eine gute Ausgangsposition für die Crunchtime erarbeitet. Doch der TVH ließ sich davon nicht beirren. Als Lasse Ohl per Doppelschlag den 24:24-Ausgleich besorgte hatte, tobte der „Hexenkessel Mittelhessen“. Auch der TVH setzte nun auf die 7:6-Variante und erspielte sich dadurch aussichtsreiche Chancen. Einzig die Verwertung dieser blieb weiterhin ein Manko. Marino Mallwitz verbesserte seine Statistik auf nun acht Paraden und damit 40 % gehaltener Bälle und so war es weiterhin eine Partie auf Messers Schneide, weil auch Yahav Shamir im Hüttenberger Gehäuse weiter zu Höchstform auflief und mit einigen starken Paraden seinen Vorderleuten den Rücken freihielt.
Als David Kuntscher knapp zwei Minuten vor Schluss einen Siebenmeter über die Linie zitterte und seine Farben mit 28:26 in Führung brachte, waren die Weichen auf Heimsieg gestellt und es hielt endgültig keinen der Fans mehr auf den Sitzen. Zwar verkürzte der HC noch einmal auf 28:27, doch Paul Ohl machte mit einer schönen Einzelaktion und seinem Treffer zum 29:27 fünfzig Sekunden vor dem Ende endgültig den Deckel drauf. Der 29:28-Anschlusstreffer durch Oliver Seidler fünzehn Sekunden vor Schluss kam zu spät und so feierten Fans und Mannschaft gemeinsam ausgelassen den 29:28-Heimsieg, während für den HC damit wohl alle Restchancen auf den Aufstieg endgültig vertan sind.
TVH: Shamir (14 P./35 %), Böhne – Schwarz (3), Volk, P. Ohl (5), L. Ohl (6), Zörb (2), Rüdiger (3/1), Haack, Anselm, Stehl (1), Kompenhans (2), Dyatlov (1), Schreiber, Kuntscher (6/1)
HCE: Mallwitz (8 P. /33 %), Cantegrel (3 P. /21 %) – Bensch (3), Wucherpfennig (2/2), Dierberg, Klepp, Pehlivan (3), Preußner (5), Aktas (1), Stavast, Greß (1), Stoyke, Dutschke (1), Thümmler (5), Löser (6), Seidler (1)
Schiedsrichter: Köppl/Regner – Zuschauer: 1.200 – Zeitstrafen in Min. (TVH:HCE): 2:4 – rote Karten: -
Foto: Jenniver Röczey
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