Durch einen 28:20-Erfolg gegen den VfL Pfullingen zieht der TV 05/07 Hüttenberg in die 2. Runde des DHB-Pokals ein. Gegen den lange Zeit gut mithaltenden Drittligisten ist es die erwartet schwere Partie, in der die Hüttenberger Jungs am Ende den längeren Atem haben.
In der ersten Hälfte taten sich die Hüttenberger Jungs extrem schwer gegen den engagiert zu Werke gehenden Drittligisten. In der Abwehr bekamen die Männer von Trainer Stefan Kneer nicht den richtigen Zugriff und im Angriff scheiterte man zu oft aussichtsreich am starken Keeper des VfL Daniel Schlipphak, der nach dreißig Minuten sieben Paraden auf seinem Konto hatte und damit auf eine Quote von 39% gehaltener Bälle kam. Da auch sein Gegenüber Yahav Shamir im TVH-Gehäuse ähnliche Zahlen ablieferte (6 Paraden, 33 %) blieb es zunächst eine eher torarme Partie, in der die Hüttenberger dank des vierten verwandelten Siebenmeters von Tim Rüdiger kurz vor dem Pausenpfiff mit einer knappen 13:12-Führung in die Kabinen gingen.
Nach dem Seitenwechsel lief es im Angriff besser für den TVH. Mehr Bewegung und konsequentere Abschlüsse sorgten dafür, dass sich die Hüttenberger erstmalig leicht absetzen konnten (16:13, 35‘). Doch größer sollte der Vorsprung zunächst nicht werden. Unter anderem weil es den Pfullingern immer wieder gelang, Lücken in der TVH-Abwehr zu nutzen und so dem Zweitligisten auf den Fersen blieb. Beim 18:16 hatte Johnny Beck noch einmal für die Gastgeber verkürzt, ehe sich der TVH durch drei Treffer in Folge auf 21:16 (44‘) absetzen konnte. Die 3:2:1-Deckung stand nun besser und zwang den Drittligisten, dem nun zunehmend die Kräfte auszugehen schienen, immer häufiger zu Fehlern. Beim 25:18 durch Danil Dyatlov acht Minuten vor Schluss war die Partie endgültig entschieden, so dass Trainer Stefan Kneer auch den beiden mitgereisten Youngstern Felix Theiß und Chris Hase aus der A-Jugend Einsatzzeiten geben konnte.
Am Ende eines aus TVH-Sicht ordentlichen aber über weite Strecken auch zähen Spiels gegen einen jedoch durchaus starken Drittligisten konnten sich die Mittelhessen über einen 28:20-Sieg und damit den Einzug in die 2. Runde des DHB-Pokals freuen.
Guter Einstand der Neuzugänge
Einen guten Einstand feierten dabei die beiden Neuzugänge Torsten Anselm, der auf Rückraum Mitte eine ordentliche Partie ablieferte und viel Schwung ins Angriffsspiel brachte, sowie Danil Dyatlov, der an diesem Abend mit fünf Treffern aus sechs Versuchen bester Torschütze der Blau-Weiß-Roten war. Ebenfalls Akzente setzte Kapitän Hendrik Schreiber, der vier Tore aber auch einige schöne Anspiele beisteuerte und in entscheidenden Situationen Verantwortung übernahm. Auch Torhüter Yahav Shamir konnte besonders in Durchgang Zwei einige wichtige Bälle, darunter auch zwei Siebenmeter, entschärfen und kam am Ende auf 13 Paraden.
TVH: Böhne, Shamir (13 P. /42 %) – Schwarz (2), Theiß, Hase, L. Ohl (1), Zörb (2), Spandau (1), Rüdiger (4/4), Reichl (2), Haack (1), Anselm (1), Kompenhans (3), Dyatlov (5), Schreiber (4), Kuntscher (2)
VfL: Schlipphak (10 P. /29 %), Maar – Hofele (4), Schmitt (1), Hafner (1), Schmidt, Wagner, Prinz, Roth, Ilitsch (1), Goller (5/1), List, Rix (4/4), Beck (3)
Foto: 2025 Axel Grundler