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Aufholjagd wird nicht belohnt

Aufholjagd wird nicht belohnt

In der 2. Handball-Bundesliga muss sich der TV 05/07 Hüttenberg am 30. Spieltag bei der HSG Nordhorn-Lingen knapp mit 31:30 (17:12) geschlagen geben.

Dabei schlugen sich die personell auf dem Zahnfleisch gehenden Mittelhessen durchaus achtbar und schafften es in Durchgang Zwei durch eine tolle kämpferische Leistung fast noch, einen zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand aufzuholen.

TVH-Trainer Stefan Kneer wollte angesichts des dünnen Kaders viel wechseln, um bei den wenig verbliebenen Spielern die Kräfte für die entscheidende Phase gut einzuteilen. Jedoch musste er zu den ohnehin zahlreichen Verletzten kurzfristig auch noch auf Johannes Klein verzichten, der ansonsten in Abwehr und Angriff variabel einsetzbar ist. Somit reisten die Mittelhessen mit nur drei etablierten Rückraumspielern (Ian Weber, Paul Ohl und David Kuntscher) nach Nordhorn, die Unterstützung von Mats Strödter aus der A-Jugend sowie dem nach langer Verletzung erst kürzlich zurückgekehrten Phillip Opitz bekamen, der  bei seinem Saisondebüt direkt sechzig Minuten auf der vorgezogenen Mitte decken musste.

Dennoch startete der TVH ordentlich und hielt dank einer guten Abwehr mit einem erneut starken Simon Böhne dahinter in Hälfte Eins lange mit. Beim 10:10 hatte Vit Reichl nach schönem Anspiel von Paul Ohl in der 21. Minute noch einmal ausgeglichen, ehe sich Nordhorn durch vier Treffer in Folge erstmalig etwas absetzen konnte. Der TVH hielt zwar weiter dagegen, lief aber von nun an dem Rückstand hinterher.

Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte die HSG auf 18:12 und hatte beim 21:14 (36. Minute) gar auf sieben erhöht, ehe der TVH durch drei Treffer in Folge wieder verkürzte. Doch die Gäste konnten die anschließende Überzahl nicht nutzen. Fast sechs torlose Minuten des TVH nutzten die Hausherren, um beim 24:17 den alten Vorsprung wiederherzustellen. Angesichts der personellen Lage und der Tatsache, dass durch die Niederlage von Vinnhorst am Freitagabend der Klassenerhalt für den TVH nun ganz sicher in trockenen Tüchern ist, hätte man zu diesem Zeitpunkt kaum noch mit einem Aufbäumen gerechnet.

TVH beweist Moral

Aber die Blau-Weiß-Roten bewiesen wieder einmal Moral. Trainer Stefan Kneer änderte das Deckungssystem und nahm HSG-Spielmacher Tarek Marschall unter Sonderbewachung. Durch eine tolle kämpferische Leistung arbeitete sich das Team von Trainer Stefan Kneer noch einmal heran und hatte beim 28:26 durch Ian Weber (54. Minute) auf zwei Tore verkürzt. Kurz darauf sah der Spielmacher jedoch wegen eines Fouls an Nordhorns Marschall die rote Karte und musste in den letzten Minuten von der Tribüne aus zusehen, wie seine Kollegen durch einen Treffer des achtfachen Torschützens David Kuntscher sowie zwei Tore von Paul Ohl beim 30:29 vierzig Sekunden vor Ende sogar den Anschlusstreffer erzielten. Doch Nordhorns Spielmacher Tarek Marschall machte mit seinem siebten Tagestreffer alle TVH-Hoffnungen zunichte und David Kuntscher konnte nur noch zum 31:30-Endstand verkürzen.

Stefan Kneer (Trainer TVH): "Zuerst einmal muss ich der Mannschaft ein riesen Kompliment machen. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, sehr gut umgesetzt aber am Ende leider ähnlich wie in den letzten Spielen unglücklich verloren. Aufgrund des kleinen Kaders wollten wir heute nicht unbedingt über unser Tempospiel kommen sondern eine gute Abwehr stellen. Das haben wir die ersten zwanzig Minuten auch gut umsetzt. In der zweiten Halbzeit machen wir dann beim 20:17 in Überzahl zu viele technische Fehler und plötzlich steht es 24:17. Dann haben wir noch einmal auf eine 5+1 und dann 4+2-Abwehr umgestellt und uns noch einmal herangekämpft. Beim 29:27 gab es dann ein, zwei entscheidende Situationen, wo das Spielglück vielleicht nicht auf unserer Seite war. Trotzdem hat heute jeder in unserem kleinen Kader seine Aufgabe sehr gut erfüllt. Nico Scheibel hinten Mitte und Tristan Kirschner auf Halb haben super gedeckt, Vit Reichl hat vorne sehr gut gespielt und Paul Ohl in der entscheidende Phase zwei Tore gemacht. Daher ist es ärgerlich, dass wir uns dafür heute nicht belohnen konnten."

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmeister, Hemeltjen - Ritterbach (1), Stricker, Lux (10/5), Marschall (7), Stryc (1), de Boer, Lügering, Leunissen, Firnhaber (2), Reshöft (1), Seidel, Wasielewski (3), Pöhle (4), Kalafut (2)

TVH: Böhne, Rüspeler - Schwarz, Kirschner (7/4), Opitz, Strödter, Ohl (3), Weber (6), Reichl (3), Rüdiger, Hofmann (3), Scheibel, Kuntscher (8)

 

Foto: Bültmann

Sonntag, 30 März 2025
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