TVH scheitert an Torhüter-Routinier!

TVH scheitert an Torhüter-Routinier!

Der TV 05/07 Hüttenberg muss beim Nachholspiel des 25.Spieltags eine 25:27-Heimniederlage gegen den HSC 2000 Coburg hinnehmen. Beim großen Wiedersehen mit den Ex-Hüttenberger Jan Gorr, Florian Billek, Merlin Fuß und „Dido“ Mubenzem war es jedoch der 40-jährige HSC-Torhüter Jan Kulhanek, der mit 18 Paraden und knapp 43% gehaltenen Bällen seine Farben nahezu im Alleingang zum Auswärtserfolg führte.

Während die „Vestestädter“ mit voller Kapelle die Reise gen Mittelhessen antreten konnten, musste TVH-Trainer Johannes Wohlrab auf drei Akteure verzichten. Während Tobias Hahn sich aktuell in häuslicher Quarantäne befindet, war Joel Ribeiro nach überstandener Infektion noch nicht einsetzbar. Des Weiteren war der tschechische Nationalspieler Vit Reichl weiterhin dem Zuschauen verdammt, zumal er weiterhin an den Folgen einer Corona-Infektion laboriert. Nichtdestotrotz eröffnete sich eine enge Partie, in der TVH-Torhüter Simon Böhne zunächst einen sicheren Rückhalt darstellte. Das Pendel sollte auf der Torhüterposition jedoch schon früh zu Gunsten der Gäste umschwenken, zumal der betagte Kulhanek im Stile eines stoischen „Busfahrers“ häufig die Endstation der TVH-Abschlüsse darstellte. Seine Vordermänner nutzten die starke Leistung ihres Keepers um nach 20 Minuten auf 11:7 davonzuziehen. Mit der Einwechslung von Routinier Stefan Kneer kam jedoch beim TVH neuer Schwung in das Angriffsspiel, sodass Till Uth beim 9:11 den Anschluss wiederherstellte und die Mittelhessen bis zur Halbzeit sogar noch auf einen Treffer verkürzen konnten.

Immer wieder Kulhanek

Nach dem Seitenwechsel schienen die Gastgeber noch gedanklich in der Kabine, woraufhin der Ex-Hüttenberger Merlin Fuß einen Drei-Tore-Lauf abschloss und auf 17:13 erhöhte. Nach kurzer Anlaufschwäche sprang der TVH-Motor auch wieder an, sodass Hendrik Schreiber in der 38. Minute den 17:17-Ausgleich markierte und den HSC zu einer Auszeit zwang. Nach dieser konnten die Hüttenberger für kurze Zeit die Führung an sich reißen, ehe die Coburger das Zepter wieder in die Hand nahmen und in der 53. Minute auf 26:22 enteilten. Auch wenn es in der Schlussphase noch ein Mal eng wurde, war es der erfahrene Schlussmann der Coburger, der die letzten Würfe abwehren konnte und somit den Auswärtssieg festhielt.

Nächstes Heimspiel am Freitag gegen den VFL Eintracht Hagen

Eine Chance auf Wiedergutmachung haben die Schützlinge von Johannes Wohlrab schon am Freitag, den 22. April, wenn es in eigener Halle um 19.30 Uhr gegen den VFL Eintracht Hagen geht. Die Mannen um Kapitän Dominik Mappes möchten vor heimischer Kulisse den Bock umstoßen und die alte Heimstärkte wieder aufleben lassen.

Schiedsrichter: Hillebrand/Umbescheidt (Kaiserau) - Siebenmeter: 1/1 - 3/3 - Zeitstrafen: 8 - 8 Strafminuten - Disqualifikation: Bauer (HSC - 18.) - Zuschauer: 780.

TVH: Plaue, Böhne; Schwarz (3), Kneer (3), Kirschner (4), Uth (1), Opitz, Theiß (3), Fujita, Weber (2), Rompf, Zörb (3), Mappes (3/1), Klein, Jockel, Schreiber (3).

Wurfquote Team54%
Erfolgreiche Angriffe51%
Wurfquote 7-Meter (1/1)100%
0
Technische Fehler
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Höchster HPI: 81

Tore: 3

Assists: 3

Steals: 1

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Johannes Wohlrab:

„Coburg war über die meisten Phasen vorne, sodass man sagen kann, dass über 60 Minuten die zwei Punkte verdient an Coburg gehen. Wenn der gegnerische Torhüter 18 Paraden hat, dann gibt es keine zweite Meinung, warum das Team gewinnt. Aktuell agieren wir nicht so, wie wir es über weite Strecken der Saison getan haben. Wir müssen aus dieser Negativspirale mit nun vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen herauskommen. Dafür muss sich jeder an die eigene Nase fassen. Dabei erwarte ich, dass die erfahrenen Spieler voran gehen und die Jungen führen“

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Hendrik Schreiber:

„Es war auf beiden Seiten eine intensiv aber auch fair geführte Partie. Wir haben uns versucht in das Spiel reinzukämpfen und dann kommen Sachen dazu, die wir nicht beeinflussen können, wozu ich mich aber nicht weiter äußern möchte. Was wir beeinflussen konnten, ist unser Abschluss, der jedoch leider zu schwach war heute.“

Pressekonferenz TVH vs. HSC 2000 Coburg 19.04.2022

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Foto: Röczey

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